Printmedien adé – Willkommen Digital Medien

Printmedien adé – Willkommen Digital Medien

Es steht außer Frage: Ebooks, Apps und Web – Anwendungen sind auf dem Vormarsch. Und mit ihrem Aufkommen verändert sich die Anforderungen an Medien-Inhalte. Denn digital Medien schaffen völlig neue Möglichkeiten in Kommunikation und Design.

Die Präsentation von Texten in klassischen Printmedien wie Zeitung und Zeitschrift hat sich über Jahre hinweg etabliert. Jetzt ergeben sich mit Digital Medien allerdings völlig neue Möglichkeiten der Text-Erschließung. Moderne Web Technologien ermöglichen innovative Prinzipien der Informations- Aufbereitung und Verbreitung. Diese können die klassische Kommunikation dabei ergänzen oder verdrängen. Dabei erhöhen digital Medien den Standard gegenüber klassischen Printmedien und Software – Lösungen in jedem Fall.

Content – Erschließung im Medium Buch

Das Medium Buch zeichnet sich gegenüber Web-Anwendungen durch sequentielle Organisation des Inhalts aus. Mithilfe von Paginierung und Seiten-Abfolge wird der Aufbau gewährleistet. Da heißt, es wird sicher gestellt, dass der Leser die Inhalte in einer bestimmten Reinfolge liest.

Ein seiten-orientiertes Medium wie das Buch eignet sich hervorragend für Content, der durch klare und logische Abfolge des Inhalts geprägt ist. Bei Medien, die sehr lang und komplex aufgebaut sind, ist diese Form der Content-Gliederung allerdings weniger optimal. Ist der jeweilige Content sehr wissenschaftlich verfasst, so sind häufig detaillierte Beschreibungen und Erläuterungen erforderlich. Aber mit Printmedien kannst du diesen Aspekt nur bedingt realisieren. Eine Möglichkeit hierfür sind so genannte Content-Zugänge.

Beispiel von Content- Zugängen:

  • Glossar und Stichwortverzeichnis
  • Inhaltsverzeichnis
  • Kapitelübersicht
  • Kopf – und Fußzeile
  • Marginalien

Inwiefern verändern sich nun aber die gegebenen Content – Zugänge, die an herkömmliche Printmedien gebunden sind, wenn modernste Web – Anwendungen zum Einsatz kommen? Das Potential von Digital Medien wird im Folgenden an einigen aktuellen Beispielen deutlich:

Digital Medien und Infotainment

Das Infotainment umfasst die Verbindung von Information und Entertainment. Es geht darum Information multimedial zu gestalten und dem Leser nicht nur reines Wissen zu vermitteln. Ganz im Sinne „spielerisch lernen“. Ein Beispiel der ersten Anwendung ist „The Story of Send“, die Google im Jahr 2013 veröffentlicht hat. Primär geht es darum, den Weg einer E – Mail vom Sender zum Empfänger zu beschreiben. Aber nicht als reiner Text sondern als animierte Grafik. Ein Vortiel: an den wichtigen Stationen des Weges steht weiterführendes Info-Material zu Verfügung.

Neben der textlichen Gestaltung, stützen sich die Designer von „The Story of Send“ auf Digital Medien wie Videos, animierte Grafiken und detaillierte Schaubilder. „The Story of Send“ zeigt somit, dass du herkömmliches Storytelling mithilfe moderner digitaler Medien wie Videos und animierter Grafiken sinnvoll ergänzen kannst.

Auch bei Googles „The Story of Send“ setzt man weiterhin auf den Klassiker des dramaturgischen „Spannungsbogens“. Die Schnittstellen der Erzählungen fungieren hier allerdings als „Content Hubs“ , bei denen dem User zusätzliche wertvolle Informationen zur Verfügung gestellt werden. Die Grundidee des Konzepts: Dem Leser sollen so viele Informationen wie möglich an die Hand gegeben werden. Doch er allein entscheidet, wann und wie viele Informationen er an den entsprechenden Stellen abrufen möchte.

Interaktive Infografiken vs. Tabellen

In Printmedien wird nur allzu gerne und oft auf umfangreiche tabellarische Werke zurückgegriffen. Allerdings stehen diese einer nutzer-freundlichen Handhabung und übersichtlichen Darstellung im Wege. Je umfangreicher die Daten-Menge eines gedruckten Werkes, desto schwieriger die übersichtliche, verständliche Darstellung durch extra Tabellen.

Die Lösung: Interaktive Infografiken. Diese innovativen Informations-Systeme überzeugen mit einer besonders nutzer-freundlichen Oberfläche. Diese setzt sich aus mehreren Diagrammen und Infografiken zusammen. Diese stehen sinnvoll miteinander in Beziehung. Bei jedem Befehl des Nutzers rücken unterschiedliche Informations-Bereiche in den Vordergrund.

Interaktive Infografiken eignen sich hervorragend für komplexe, statistische Daten-Menge. Denn diese würden den Leser in tabellarischer Aufbereitung schlichtweg überfordern. Erst die visuelle Strukturierung mithilfe von Digital Medien bietet dem Nutzer tatsächlich einen Mehrwert.

Die interaktive Karte

Sobald ein Inhalt einen besonders starken geographischen Bezug hat, stößt ein Print-Medium schnell an seine Grenzen. Um Karten-Darstellungen möglichst verständlich zu präsentieren, sind meist detaillierte Legenden sowie logische Verknüpfungen zum Content gefragt.

Interaktive Karten, die mithilfe von Digital Medien erstellt werden, schaffen hier Abhilfe. Diese greifen nämlich nicht nur als rein illustratives Mittel auf geografische Karten zurück. Sondern verwenden diese als Benutzer-Oberfläche der Anwendung. Alle geografischen Strukturen – egal ob Stadt, Land oder Fluss – können hierbei als „Content Hubs“ fungieren. Zur zusätzlichen Informations-Vermittlung können je nach Belieben auch weitere Layer in die Grafik eingefügt werden. Wie beispielsweise wichtige statistische Werte. Genau wie beim „Visual Storytelling“ entscheidet hier aber allein der User, welche Informationen er beziehen möchte.

Netzwerke mit Digital Medien visualisieren

Umfangreiche Daten-Bestände, die größtenteils auf logische Verknüpfungen mit verschiedenen Typen angewiesen sind wie Lexika oder ähnlicher Content, stellen für Printmedien nach wie vor ein Problem dar. Verzeichnisse und Querverweise sollen Abhilfe schaffen, sind aber meist mit lästigem Vor- und Zurück Blättern verbunden.

Das geht auch einfacher – mithilfe von Netzwerk-Strukturen. Hier fungiert jedes einzelne Netzwerk-Element als sein eigener „Content Hub“. Dieses Informations-Modell ist optimal für lexikalische Einträge, die erst durch viele Ontologien und Querverweise erschlossen werden müssen, um dem Leser tatsächlich einen Mehrwert zu bieten. Digital Medien ermöglichen hier völlig neue, bequeme Content-Zugänge. Diese bleiben Print-Produkten aufgrund ihrer medialen Beschaffenheit schlichtweg verwährt.

Über die Autorin

Kerstin MerberWillkommen auf mypdf.me! Mein Name ist Kerstin und ich bin selbständige Grafikerin und nebenbei Webdesigner. Bei meiner Arbeit stosse ich immer wieder auf Fragen was PDF Dateien angeht und möchte dir die Antworten dazu hier auf dieser Seite zur Verfügung stellen.

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