Printmedien adé – Willkommen Digitalmedien

Printmedien adé – Willkommen Digitalmedien

Es steht außer Frage: Ebooks, Apps und Web – Anwendungen sind auf dem Vormarsch. Und mit ihrem Aufkommen verändert sich die Konvention, wie Medieninhalte sinngemäß organisiert und erschlossen werden.

Während sich die Erschließung von Texten bei klassischen Printmedien wie Zeitung und Zeitschrift über Jahrhunderte hinweg etabliert hat, ergeben sich mit Digitalmedien nun völlig neue Möglichkeiten der Texterschließung. Moderne Webtechnologien ermöglichen neue, innovative Prinzipien der Informationszufuhr, die die herkömmliche Informationsaufnahme sinnvoll ergänzen und neue, verbesserte Standarts gegenüber klassischen Printmedien und Software – Lösungen bieten.

Content – Erschließung im Medium Buch

Das Medium Buch zeichnet sich gegenüber Web – Anwendungen durch seine sequentielle Organisation des Inhalts aus, die mithilfe von Paginierung und Seitenabfolge gewährleistet wird.

Ein seitenorientiertes Medium wie das Medium Buch eignet sich hervorragend für Content, die kontinuierlich auf eine klare und logische Abfolge des Inhalts angewiesen sind. Bei Medien mit logischer Metastruktur hingegen, die sehr lang und komplex aufgebaut sind, ist diese Form der Content- Gliederung allerdings weniger optimal. Ist der jeweilige Content auf wissenschaftliche Systematiken sowie Ontologien angewiesen, so sind häufig detaillierte Beschreibungen und Erläuterungen erforderlich, die mithilfe von Printmedien aber nur bedingt realisiert werden können.

Bislang bedienen sich Printmedien bevorzugt folgenden Content- Zugängen:

  • Glossar und Stichwortverzeichnis
  • Inhaltsverzeichnis
  • Kapitelübersicht
  • Kopf – und Fußzeile
  • Marginalien

Inwiefern verändern sich nun aber die gegebenen Content – Zugänge, die an herkömmliche Printmedien gebunden sind, wenn modernste Web – Anwendungen zum Einsatz kommen? Das Potential von Digitalmedien wird im Folgenden an einigen aktuellen Beispielen deutlich:

Lineares Visual Storytelling beim Infotainment

Mit der Infotainment – Anwendung „The Story of Send“, die im Jahr 2013 von Google veröffentlicht wurde, können lineare Erzählstrukturen verwendet und gleichzeitig in moderner Form weitergeführt werden. Der Haupterzählstrang, der den Weg einer E – Mail vom Sender zum Empfänger schildert, wird als animierte Grafik dargestellt. An den wichtigen Stationen des Weges aber wird neben der rein graphischen Abbildung weiteres vertiefendes Infomaterial zur Verfügung gestellt.

Neben der textlichen Gestaltung, stützen sich die Designer von „The Story of Send“ auf Digitalmedien wie Videos, animierte Grafiken und detaillierte Schaubilder. „The Story of Send“ zeigt somit, dass herkömmliche Content – Zugänge wie lineares Storrytelling mithilfe moderner digitaler Medien wie Videos und animierter Grafiken, die Texterschließung definitiv sinnvoll ergänzen und intensivieren können.

Bei Web – Anwendungen wie Googles „The Story of Send“ setzt man weiterhin auf den Klassiker des dramaturgischen „Spannungsbogens. Die Schnittstellen der Erzählungen fungieren hier allerdings als „Content Hubs“ , bei denen dem Rezipienten zusätzliche wertvolle Informationen zur Verfügung gestellt werden. Die Grundidee des Konzepts: Dem Leser sollen so viele Informationen wie möglich an die Hand gegeben werden. Doch er allein entscheidet, wann und wie viele Informationen er an den entsprechenden Stellen abrufen möchte.

Interaktive Infografiken vs. Tabellen

In Printmedien wird nur allzu gerne und allzu oft auf umfangreiche tabellarische Werke zurückgegriffen, die einer besonders nutzerfreundlichen Handhabung und übersichtlichen Darstellungsweise häufig im Wege stehen. Je umfangreicher die Datenmenge eines gedruckten Werkes, desto schwieriger die übersichtliche, verständliche Darstellung durch Tabellenwerke.

Die Lösung: Interaktive Infografiken. Diese innovativen Informationssysteme überzeugen mit einer besonders nutzerfreundlichen Bedienungsoberfläche, die sich aus mehreren Diagrammen und Infografiken zusammensetzt. Diese stehen sinnvoll miteinander in Beziehung. Bei jedem Befehl des Nutzers verändern sich die Parameter der Auswertung und unterschiedliche Informationsbereiche rücken in den Vordergrund.

Interaktive Infografiken eignen sich hervorragend für komplexe statistische Datenmengen, die den Leser in tabellarischer Aufbereitung schlichtweg überfordern würden. Erst die visuelle Strukturierung mithilfe von Digitalmedien bietet dem Nutzer tatsächlich einen Mehrwert.

Die interaktive Karte

Sobald ein Inhalt einen besonders starken geographischen Bezug hat, stößt ein Printmedium schnell an seine Grenzen: Um Karten – Darstellungen nämlich möglichst verständlich zu präsentieren, sind meist detaillierte Legende sowie logische Verknüpfungen zum Content gefragt.

Interaktive Karten, die mithilfe von Digitalmedien erstellt werden, schaffen hier Abhilfe. Diese greifen nämlich nicht nur als rein illustratives Mittel auf geografische Karten zurück, sondern verwenden diese als Benutzeroberfläche der Anwendung. Alle geografischen Strukturen – egal ob Stadt, Land oder Fluss – können hierbei als „Content Hubs“ fungieren. Zur zusätzlichen Informationsvermittlung können je nach Belieben auch weitere Informations – Layer in die Grafik eingefügt werden wie zum Beispiel wichtige statistische Werte. Genau wie beim „Visual Storytelling“ entscheidet hier aber allein der Rezipient, welche Informationen er beziehen möchte.

Netzwerke mit Digitalmedien visualisieren

Umfangreiche Datenbestände, die größtenteils auf logische Verknüpfungen mit verschiedenen Typen angewiesen sind wie zum Beispiel Lexika oder ähnliche Contents, stellen für Printmedien nach wie vor ein Problem dar. Verzeichnisse und Querverweise sollen Abhilfe schaffen, sind aber meist mit lästiger Blätterarbeit verbunden.

Das geht auch einfacher – mithilfe von Netzwerk – Strukturen. Hier fungiert jedes einzelne Netzwerk – Element als sein eigener „Content Hub“. Dieses Informationsmodell ist optimal für lexikalische Einträge, die erst durch viele Ontologien und Querverweise erschlossen werden müssen, um dem Leser tatsächlich einen Mehrwert zu bieten. Digitalmedien ermöglichen hier völlig neue, bequeme Content – Zugänge, die Print – Produkten aufgrund ihrer medialen Beschaffenheit schlichtweg verwährt bleiben.

Kerstin Merber

Willkommen auf mypdf.me! Mein Name ist Kerstin und ich bin selbständige Grafikerin und nebenbei Webdesigner. Bei meiner Arbeit stosse ich immer wieder auf Fragen was PDF Dateien angeht und möchte dir die Antworten dazu hier auf dieser Seite zur Verfügung stellen.

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